Starten, Fliegen, Landen

Den Drachen steigen lassen und lenken

Zum Steigen lassen braucht man einen gewissen Weitblick.

Und freies Gelände - ohne Bäume, Hochspannungsleitungen oder -masten.

DiagrammZunächst stellt man fest, woher - genau - der Wind kommt. Man streckt den feuchten Zeigefinger in die Luft, wirft ein Grashalm hoch oder etwas ähnlich leichtes. Anschliessend stellt man sich genau mit dem Rücken zum Wind. Die ganze - etwa 30 bis 35 Meter lange - Flugleine wird von beiden Aufwicklern abgewickelt. Handgriffe, Flugschlaufen oder Ringspulen (mit denen man nachher den Drachen lenkt) werden mit einem Stöckchen, Ground Stake/ Ground Stick oder dergleichen am Boden festgesteckt.

Die Leinen werden nebeneinander auf den Boden gelegt, immer in der Richtung, in die der Wind weht. Am Ende der Leinen wird der Drachen mit der Nase nach oben hingelegt. Bevor die Leinenenden am Drachen befestigt werden, kontrolliert man, ob die Leinen gleich lang sind. Sie müssen genau gleich sein, eventuell muss man ein Stück kürzen (am besten dafür Schlaufenende aufmachen und etwas höher neu verknoten).

Dann befestigt man die beiden Flugleinen mit den Waageringen der Waageschnüre am Drachen. An den Enden der Leinen sind Wirbelkarabiner oder Schlaufen. Wenn es Karabiner sind, öffnet man sie, hakt sie in den Waagering ein und schliesst sie wieder. Wenn nur Schlaufen an den Leinen-Enden sind, macht man eine Zugschlaufe aus ihnen und legt sie um den Ring.

Variation: Es gibt auch Drachen nur mit einem Knoten statt Ringe an den Waageschnüren. In diesem Fall legt man die Zugschlaufe um diesen Knoten (hier dient der Knoten auch als Stopper).

Starten Diagramm

Starten mit einem Helfer

Der Helfer hält den Drachen am Ende der leicht gespannten Leine hoch, die Nase des Drachens nach oben.


Starten ohne Helfer

Man lehnt den Drachen ebenfalls mit der Nase nach oben an einen Stein, Zaun, Busch, einen Stock oder dergleichen. Wohlgemerkt, der Drachenlenker steht mit dem Rücken zum Wind.

Starten DiagrammAuf einem gleichmässigen Zug an beiden Leinen lässt er den Drachen relativ steil nach oben steigen. Ist der Wind zu schwach, kann man rückwärts, also in Windrichtung gehen. Normalerweise aber fliegt der Drachen hoch.

 

Lenken

Lenken DiagrammAuf ein kurzes Ziehen (dann gleich nachgeben) an der linken Leine fliegt der Drachen nach links. Auf ein kurzes Ziehen an der rechten Leine – nach rechts. Hält man eine der Leinen angezogen, fliegt der Drachen im Kreis (macht Loopings). Dabei überkreuzen sich die Leinen. Sie entwirren sich wieder, wenn man ihn in die andere Richtung kreisen lässt. Umgekehrt: Gibt man eine der Leinen nach, fliegt der Drachen in die andere Richtung. Zu Beginn ist es ratsam, die Leine jeweils kurz nach rechts und dann nach links anzuziehen, um zu sehen, wie der Drachen reagiert.

 

Landen

Landen DiagrammLenken Sie den Drachen nach rechts oder links gegen den Wind - aus dem Wind hinaus. Dann sinkt der Drachen langsam abwärts, was natürlich Stürze und Brüche vermeidet.